Energieagentur Ebersberg - München

Informationen zum Forst

Der Ebersberger Forst ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Süddeutschlands außerhalb des Alpengebiets, das nicht durch eine Siedlung unterbrochen wird. Er umfasst mit dem angrenzenden Privatwald insgesamt ca. 90 Quadratkilometer (= 9.000 Hektar).
  
Bannwald

Mit Verordnung des Landratsamtes Ebersberg vom 14.12.1989 wurde der Ebersberger Forst zum Bannwald erklärt. 

Bannwald ist Wald, der aufgrund seiner Lage und Ausdehnung unersetzlich ist und in seiner Flächensubstanz erhalten werden muss. Er hat eine außergewöhnliche Bedeutung für das Klima, den Wasserhaushalt oder die Luftreinigung. Eine Rodung ist nur erlaubt, wenn die Ersatzaufforstung direkt angrenzt. 
 
Die durch die Green City AG gesicherten Standorte am „Heilig-Kreuz-Geräumt" berücksichtigen die 10H-Abstandsflächen zu Wohngebieten und befinden sich außerhalb des FFH-Gebietes, außerhalb der 15-Kilometer-Zone um das Wetterradar Schnaupping, außerhalb der Wasserschutzgebiete, außerhalb der Wildruhezone, sowie nördlich der Höhenlinie 545 NN.

FFH-Gebiet

Das FFH-Gebiet besteht aus vier Teilflächen. Die größte Teilfläche liegt im Ebersberger Forst und umfasst die östlichen und südlichen Bereiche des Staatswaldes sowie den Privatwald zwischen der Ludwigshöhe bei Ebersberg und Kirchseeon. Die übrigen Flächen liegen im Großhaager Forst zwischen der B12 und der Staatsstraße Hohenlinden – Albaching.
 
Projekte sind vor ihrer Zulassung oder Durchführung auf ihre Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen eines Natura 2000-Gebiets zu überprüfen, wenn sie einzeln oder im Zusammenwirken mit anderen Projekten oder Plänen geeignet sind, das Gebiet erheblich zu beeinträchtigen, und nicht unmittelbar der Verwaltung des Gebiets dienen (§ 34 Abs. 1 Satz 1, BNatSchG).
 
Ergibt die Prüfung der Verträglichkeit, dass das Projekt zu erheblichen Beeinträchtigungen des Gebiets in seinen für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen führen kann, ist das Projekt unzulässig (§ 34 Abs. 2, BNatSchG).
 
Die gebietsbezogenen Konkretisierungen der Erhaltungsziele für das FFH-Gebiet finden sie hier: Gebietsbezogene Konkretisierung der Erhaltungsziele im Ebersberger und Großhaager Forst [PDF]

Weitere Informationen zum Thema NATURA 2000 – Erhaltungsziele und Verträglichkeitsprüfung finden Sie auf der folgenden Seite des Bayerischen Landesamt für Umwelt: NATURA 2000 Bayern - FFH-Richtlinie - LfU Bayern
Wetterradar Schnaupping

In einer 15- Kilometer-Zone um das Wetterradar in Schnaupping bei Dorfen sind im Genehmigungsverfahren die Belange des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu berücksichtigen. 

2018 wurden alternative Standorte geprüft. Der DWD teilte zum Standort Entsorgungszentrum „An der Schafweide" mit, dass er in diesem Gebiet Anlagen von mehr als 100 Metern Höhe nicht zustimmen werde, weil sie die Funktionsfähigkeit der Radaranlagen stören.


Windenergieanlagen in Wasserschutzgebieten

Unter bestimmten strengen Voraussetzungen ist die Errichtung von WEA auch in Wasserschutzgebieten zulässig.

Die durch die Green City AG gesicherten Standorte am „Heilig-Kreuz-Geräumt" befinden sich vollständig außerhalb der festgesetzten Wasserschutzgebiete im Forst. Aus diesem Grund wurden bislang die Auswirkungen möglicher Windenergieanlagen im Ebersberger Forst auf den Wasserhaushalt noch nicht näher untersucht.

Ein LfU-Merkblatt zeigt auf, unter welchen Voraussetzungen Windenergieanlagen mit den Belangen des Trinkwasserschutzes vereinbar sein können.

  • Absolute Ausschlussgebiete sind die Zonen I (Fassungsbereich: Betretungsverbot) und II (engere Schutzzone: Bodeneingriffsverbot).
  • In Zone III (weitere Schutzzone) müssen Waldstandorte wegen der Rodungsproblematik sorgfältig im Einzelfall geprüft werden.
  • Möglich bleiben Standorte, von denen aus Bereiche mit ungünstiger Untergrundbeschaffenheit sowie insbesondere die Zone II auch im Havariefall nicht tangiert werden (ablaufendes Löschwasser, Gondelaufschlag), grundsätzlich also im äußeren Bereich der Zone III, bei unterteilter Zone III in Zone III B.